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Expertenwissen - Videoüberwachung:

Als langjährige Experten der Elektronik (seit über 22 Jahren aktiv, davon 15 Jahre Handwerksrolleneintrag) und speziell der Videoüberwachung, möchten wir unser Wissen hier mitteilen.
Beim Aufbau von Videoüberwachungsanlagen kommen viele verschiedene Komponenten zum Einsatz. Auf diese wird hier ganz speziell eingegangen.

Besonderheiten der verschiedenen Überwachungskameratypen werden erklärt. Ebenso die speziellen Fähigkeiten der verschiedenen Varianten der Kameras - was funktioniert und was eben auch nicht - wird erläutert.

häufig verwendete Komponenten der Überwachungstechnik:

Kameras:

Box-Kameras (Innenkameras):

Diese spezielle Variante wird nur in beheizten Innenräumen wie Büros oder Verkaufsräumen verwendet. Man erkennt sie sofort als "klassische" Überwachungskamera.
Lieferbar sind verschiedene Qualitäten und Gehäuseformen/Größen. An Boxkameras können eine Vielzahl verschiedener Objektive montiert werden. Weitwinkel-, Tele- und Zoomobjektive sind möglich.
Viele Boxkameras haben einen Anschluß um DC-gesteuerte Objektive zu steuern.
In Innenräumen ist es die am meisten verwendete Kameravariante.

Außenkameras:

Außenkameras sind speziell für wetterfesten Einsatz im Freien konstruiert, natürlich auch bei Minusgraden im Winter.
In diese Gruppe fallen auch die wetterfesten Varianten der Stift-, Dome-, Infrarot- sowie Minikameras.
Ebenso kann man alle Boxkameras in sogenannte Außengehäuse verbauen.
Diese verfügen sogar über eine optionale integrierte Heizung.

Infrarotkameras:

Sollen verwertbare Aufzeichnungen in der Dunkelheit erfolgen, benötigt man Überwachungskameras mit eigenem Licht. Man verwendet Infrarotlicht, welches vom menschlichen Auge kaum wargenommen werden kann - von den Kameras aber umso mehr. Die Kameragehäuse fallen etwas größer aus, um die benötigten Infrarot-Leuchtdioden aufnehmen zu können - ein guter abschreckender Effekt wird erzeugt.

Minikameras:

Oft handelt es sich bei Minikameras um kleine Platinenkameras, mit nur 32x32mm Größe. Andere Objektivformen sind zum Beispiel Schraubenköpfe oder Knöpfe.
Minikameras kommen überall dort zum Einsatz, wo aus Platzgründen keine "richtige" Überwachungskamera platziert werden kann oder aber wenn man nicht zu erkennen geben möchte, das eine Videoüberwachung erfolgt. Die zum Teil sehr kleinen Kameras können sehr gut versteckt werden, sodaß sie auch nicht gefunden werden, wenn danach gesucht wird.

Domekameras:

Kugel- oder kuppelförmige Kamers bezeichnet man als Dome-Kameras. Sie können an die Decke oder Wand montiert werden um dann in die zu überwachende Richtung gedreht zu werden. Eine Variante sind die vandalismussicheren Dome-kameras. Es gibt sie als als Variante der Außenkameras für den Einsatz im Freien.

Stiftkameras:

Stiftkameras werden wegen ihrer stiftförgigen Form so genannt. Es handelt sich um Minikameras, welche auch im Außenbereich relativ unauffällig angebracht werden können. Wir verwenden sie zum Beispiel an einer denkmalgeschützten Fassade.
Sie sind unauffällig und liefern eine zum Teil sehr gute Videoqualität.

Platinenkameras:

Platinenkameras sind sehr kompakt: nur etwa 32x32mm . Sie können vom Endanwender in nahezu beliebige Gehäuse implantiert werden. Denkbar sind Aktenordner, Zigarettenschachteln, Wanduhren, oder aber auch Modelleisenbahnen.
In vielen "großen" Kameras sind genau diese kleinen Platinen verbaut. Zum Teil stehen Sie in Punkto Qualität, den großen Kamera in nichts nach.

WDR-Kameras:

WDR - Wide-Dynamic-Range Kameras sind High-End-Kameras welche auf elektronische Weise das Bild extrem stark aufbereiten.
Gegenlichtfähigkeiten, Nachtsicht, Bildschärfe werden dramatisch verbessert.
Es gibt sie in diversen Formen (Boxkamera, IR-Kamera, Dome-Kamera, Außenkamera...), hier eine Platinen-Kamera mit Vario-Zoom-Objektiv.

IP-Kameras:

Auch Netztwerkkamera genannt und oft mit günstigen CMOS-Sensoren ausgestattet. Sie benötigen eine hochwertige Netzwerkverbindung, 100Mbit besser Gigabit-Netzwerk. Mehrere dieser Kameras belasten das Netzwerk stark und benötigen ein eigenes Netzwerk.
Die Aufzeichnung erfolgt auf einem PC oder NAS-Laufwerk. Einige wenige haben aber auch internen Speicher, meist SD-Karten.

Megapixel-Kameras:

Um höchauflösen Bilder zur Auswertung von Gesichtern und KFZ-Kennzeichen oder ähnlichen Details zu erhalten, benötigt man Megapixel-Überwachungskameras mit digitalem Ausgang: IP-Übertragung über Computer-Netzwerk.
Der Vorteil ist die extrem hohe Auflösung, die Nachteile sind der hohe Preis sowie die hohe Datenrate der erstellten Videosignale.

Funkkameras:

Wenn zwischen Kamera und Aufzeichnungsgerät (Langzeitrekorder) Wände oder ähnlich mit Kabel nicht zu überwindende Hindernisse sind, bietet sich die Übertragung der Videosignale per Funk an.
Es stehen allerdings in Deutschland nur 4 wählbare freie Kanäle zur Übertragung zur Verfügung. Die Übertragung erfolgt unverschlüsselt. Jeder Empfänger auf dem entsprechenden Kanal und in Reichweite zeigt das Videosignal an. Es kann also zu Störungen durch andere Kameras kommen.
Auch können nur wenige Meter per Funk überwunden werden. Wände/Decken oder Metall stören die Übertragung erheblich.

steuerbare Kameras:

An vielen Verkehrskreuzungen begegnet man diesen speziellen Außenkameras. Wenn größere Plätze oder auch Hallen von einem zentralen Bedienplatz aus überwacht werden müssen, eignen sich diese stark spezialisierten High-Tech-Kameras hervorragend.
Sie sind zwar oft recht teuer, ersetzten aber oft mehrere Kameras ohne Schwenk-Neig-Funktion.

Aufzeichnungsgeräte:

Langzeitrekorder:

Eine einfache Art der Videoaufzeichnung, stellt der Anschluß der analogen Kameras an einen digitalen Langzeitrekorder dar. Die Videosignale der Kameras werden intern digitalisiert und auf der internen Festplatte aufgezeichnet. Oft steht ein Netzwerkanschluß am Rekorder zum Datenexport zur Verfügung. So können die Videobilder auf CD oder USB-Stick zu den ermittelnden Behörder übertragen werden.
Über die Menüführung sind umfangreiche Einstellungen und Kameraoptionen möglich: Timergesteuerte Aufnahme, Bewegungserkennung = Aufnahme nur bei Bewegung...
Es gibt Varianten mit nur einem, 4, 8, 16 oder 32 Videoeingängen. Die Preise von Rekordern mit mehr als 8 Videoeingängen sind zum Teil exorbitant.

Speicherkameras:

Hier als Beispiel ein Bewegungsmelder mit interner Kamera/Rekorder und ein Kugelschreiber mit interner Videoaufzeichnungsfunktion.
Diese Geräte stellen eine günstige Variante der Videoaufzeichnung dar. Es werden keine weiteren Geräte zur Aufzeichnung benötigt. Zum Auswerten der Videos benutzt man einen vorhandenen Computer.
Auch wenn eine verdeckte Aufzeichnung erfolgen soll, sind diese oft sehr kleinen Geräte sehr gut geeignet.

Minirekorder:

Wenn man das Videosignal einer kleinen Kamera, zum Beispiel am eigenen Körper getragen, aufzeichnen möchte, eignen sich diese sehr kleinen digitalen Aufzeichnungsgeräte sehr gut. Sie sind Akku/Batterie betrieben.
Hier ein Gerät mit internem Monitor. Aufgezeichnetes Material kann direkt ohne weiteres Zubehör ausgewertet werden.

PC-Karten:

Steht ein vorhandener PC Bereit und sollen die Videodaten nur digital bearbeitet werden, bietet sich der Einbau einer PC-Videokarte an. Die Signale werden vom Videosignalprozessor auf der PC-Karte digitalisiert und können dann im PC gespeichert und weiter verarbeitet werden.

NAS-Systeme:

Werden IP-Kamers eingestzt um hochwertige hochauflösendes Videomaterial zu erhalten, benutzt man zum Beispiel ein NAS-System (network-attached-storage) zum Speichern der Videodaten oder Bilder. Es kann vom Fachmann leicht ins vorhandene Computer-Netzwerk eingebunden werden.
Aufgezeichnete Videobilder können später bequem vom ins Netzwerk eingebundenen PC aus abgerufen werden.

Monitore:

Röhren-Monitore:

CRT- oder auch Röhrenmonitore genannt, stellen eine mittlerweile überholte Variante der Datensichtung dar.
Sie sind schwer und groß.
Die Erkennbarkeit der Videobilder, auch bei wiedrigen Bedingungen wie Gegenlicht oder ein ungünstiger Betrachtungswinkel sind immernoch unübertroffen.

TFT-Monitore

TFT-Monitore lösen die Röhrengeräte mehr und mehr ab. Sie sind erheblich leicher und benötigen weniger Platz.
Die umweltbilanz sieht auch besser aus: sie benötigen deutlich weniger Energie und enthalten weniger Schadstoffe.
Von Nachteil ist die leicht verfälschte Farbdarstellung und der begrenzte Betrachtungswinkel.

Ansicht über IP-Netzwerk

Viele moderne Langzeitrekorder verfügen über eine LAN-Schnittstelle. Über die mitgelieferte Software, oft genügt schon der vorhandene Internet-Brwoser, kann auf die Rekordersteuerung zugegriffen werden.
Livebilder und gespeicherte Aufnahmen können, auch über das Internet, von fast jedem Computer angesehen werden. Natürlich können auch die Funktionen des Rekorders aus der Ferne gesteuert werden - fast genau so als würde man direkt am Gerät sitzen.

Zubehör:

Objektive:

Ein oft unterschätzes Glied der Videoüberwachung sind Objektive. Sie sammeln das vorhandene Licht für die weitere elektronische Verarbeitung.
Man unterscheidet in Fixbrennweite und in Vario-(Zoom)-Objektive.
Üblich sind Brennweiten von 2mm Weitwinkel und 60mm Tele. Eine weitere Variante sind die DC-gesteuerten Objektive. Meist wird eine Blendensteuerung von der Kamera übertragen, selten zu finden sind Motor-Zoom-Objektive.

Video-Web-Server:

Soll das Signal einer analoge Überwachungskamera über ein Computer-Netzwerk oder ins Internet übertragen werden, benutzt man einen kleinen Web-Server.
Dieser wandelt das von der Kamera kommende analoge PAL-Signal in IP-Paket, verständlich für Computer um.
Mit spezieller Software oder auch der Routerkonfiguration des Netzwerkes, ist es möglich, die Signal ohne merkliche Zeitverzögerung an nahezu jedem Computer weltweit zu empfangen.

Video-Systemkabel:

Um Videosignale von der Kamera zu einem Langzeitrekorder zu übertragen, benötigt man in der Regel eine Kabelverbindung. Um nun nicht ein zweites Kabel für die Spannungsversorgung der Kamera verlegen zu müssen, bieten wir spezielle Systemkabel an.
Das 12V-Kameranetzteil wird direkt am Langzeitrekorder in die Steckdose gesteckt und die Spannung wird parallel zum Videosignal direkt zur Kamera übertragen.
Wir bieten diese Kabel mit einer Länge von bis zu 150m an.

Infrarotscheinwerfer:

Möchte man mit einer Kamera ohne integrierte Infrarotdioden auch bei Dunkelheit Bilder sammeln, muß ein externer Infrarotscheinwerfer montiert werden. Dieser muß nicht zwangläufig in der Nähe der Kamera positioniert werden. So ist es denkbar, die Kamera zum Beispiel 20m entfernt vom zu überwachenden Objekt zu positionieren, den Infrarotscheinwerfer aber in der Nähe des Objekts zu platzieren. So kann eine optimal Ausleuchtung bei Nacht erfolgen.

Zweidrahtübertrager:

oft auch als Balun bezeichnet
Diese kleinen Helfer dienen zum Übertragen von Videosignalen über größere Stecken mittels Zweidrahttechnik (Klingeldraht).
Bis zu 600m können so recht günstig überwunden werden.

 

Aufstellung der Überwachungskameras:

Überwachungskameras sollten in einer günstigen Position zum zu überwachenden Objekt gebracht werden. Es macht wenig Sinn, eine Kamera in einer großen Entfernung aufzustellen, wenn die Möglichkeit einer vernünftigen Entfernung zum Objekt besteht. Je nach Anwendungsfall sollte die Kamera in etwa 3m Entfernung vom Objekt aufgestellt werden. Je nach Objektiv, beträgt dann der überwachte Bereich etwa 3m in der Breite und etwa 3m in der Tiefe. Mit Weitwinkelobjektiven kann ein Überwachungsbereich um 5m erreicht werden. Verwendet man Teleobjektive, kann der Bereich in die Tiefe auf bis zu 50m gebracht werden. Er wird dann natürlich nur ein sehr schmales Band von der Kamera überblickt. Ebenfalls ist der Schärfebereich bei größeren Entfernungen auf wenige Meter begrenzt. Die Schärfe kann am Objektiv mit der Fokusverstellung eingestellt werden, aber eben immer nur auf einen bestimmten Bereich, nie auf eine Entfernung von wenigen Metern bis zu vielen Metern von der Kamera entfernt. Ähnliches wird Ihnen beim Fotografieren sicher schon aufgefallen sein.

Beispiel: Um eine Fläche von 100qm ausreichend zu überwachen, benötigt man je nach dem, wieviele Details erkannt werden sollen, zwischen 4 und 8 analoge Überwachungskameras, da der von einer einzelnen Überwachungskamera erfasste Bereich, durch das Objektiv und die Auflösung des Kamerasensors begrenzt ist. Es handelt sich dabei um das technisch machbare, nicht um mindere Qualität der Kameras und Objektive.
Ist es nicht möglich oder erwünscht, eine größere Anzahl von Kameras aufzustellen, benötgt man Megapixel-IP-Kameras. Diese haben erheblich feinpixligere Aufnahmesensoren sowie eine sehr gute Auswerteelektronik. Üblich sind im Moment 1,3 - 4 Megapixel. das entspricht etwa der 4 bis 10-fachen Auflösung einer analogen Kamera, da bei analogen Kameras das Bild nach Standarts aus den 1950er Jahren ausgegeben wird.
Nach unseren Erfahrungen, kann eine gute 2 Megapixel IP-Kamera bis zu 4 analoge Überwachungskameras ersetzten. Die Erkennbarkeit von Details übertrifft analoge Kameras um ein vielfaches. Der Nachteil dieser modernen Kameras besteht in der enormen Datenmenge, welche verursacht wird. Soll beispielsweise ein ruckelfreies Video mit mindestens 20 Bildern pro Sekunde und einer Auflösung von ca. 2300x1750px (= 2 Megaxixel) aufgezeichnet werden, entstehen pro Stunde etwa 3 Gigabyte an Daten. Eine 1 Terrabyte Festplatte wäre nach weniger als 14 Tagen komplett gefüllt. Man zeichnet deshalb bei hohen Auflösungen nur wenige Bilder pro Sekunde auf, manchmal auch nur ein Bild nach einigen Sekunden.

Interessante Bilder über Entfernungen und Erkennbarkeit von Personen in Bezug auf die verwendeten Objektive haben wir auf unserer Übersichtsseite Brennweitenvergleich zusammengetragen.

Beispiel 1, Person in 6m Entfernung zur Überwachungskamera bei unterschiedlichen Objektivbrennweiten

Weit schwieger als am Tage ist es, ordentliche Videoaufnahmen bei Nacht zu erreichen, es ist ein gewisser Aufwand erforderlich.
Ist der zu überwachende Bereich groß, so benötigt man eine Infrarotkamera mit ausreichender Infrarot-Reichweite, oder einen entsprechend starken externen Infrarotstrahler. Der zu überwachende Bereich spielt dabei eine große Rolle, die Reflexionen sind wichtig. Ein reflexionsarmer Untergrund benötigt eine stärkere Ausleuchtung als beispielsweise ein heller Betonboden. Reflektierende Wände oder ähnliches, können zur ordentlichen Ausleuchtung recht gut beitragen.
Nun einige Beispiele von Nacht-Aufzeichnungen:


ordentliche Ausleuchtung mit einer professionellen

(€ 369,-) Tag/Nacht-Kamera mit 50m IR-Reichweite


sehr schwache IR-Ausleuchtung, dank Einsteiger-IR-Kamera für unter € 100,-


eigentlich ausreichende IR-Beleuchtung - aber verschmutztes Kamera-Glas, dadurch Bild recht "flau"


Überstrahlung auf stark reflektierender Fläche, durch starke IR-Ausleuchtung und Kamera im Telebereich

Ist genügend Restlicht, wie zum Beispiel durch Straßenbeleuchtung oder Schaufenster vorhanden, kann man auch auf IR-Licht verzichten.
Hier als Beispiel, eine hinter einer Glasscheibe montierte Boxkamera mittlerer Preisklasse:

Der zu überwachende Bereich ist dank Tag/Nacht-Überwachungskamera ausreichend beleuchtet.
IR-Kameras können nicht hinter Fenstern montiert werden, da die Reflexionen des IR-Lichtes zu extremen Übertrahlungen im Bild sorgen. Es kann dadurch fast nichts erkannt werden, erst recht nicht, was sich außerhalb des Fensters befindet.

Begriffserkärung - Videoüberwachungstechnik:

NTSC:

National Television Systems Committee, Videonorm für analoge Farbsignale, bereits Anfang der 1950er Jahre entwickelt, bis heute in Nordamerika, Südamerika zum teil und in Japan üblich
Bildwiederholraten: 23,96 (24) oder 29,98 (30) Bilder pro Sekunde
Anzahl maximal sichtbarer Linien: 486

PAL:

Phase Alternating Line, Videonorm für analoge Farbsignale, bereits 1962 entwickelt und bis heute in Europa, Asien, Australien und Afrika in Gebrauch, wurde entwickelt um die störenden Farbfehler des NTSC besser zu kompensieren
Bildwiederholrate: 25 Vollbilder pro Sekunde
Anzahl maximal sichtbarer Linien: 625

BNC:

Bayonet-Neill-Concelman, ist ein in der Videoüberwachungstechnik übliches koaxiales Steckverbindersystem mit Bajonettverschluß

Cinch:

weitverbreitete Steckverbinder für Audio/Videosignale, vorwiegend für Coaxkabel, englisch: RCA jack
oft umgangssprachlich fälschlicherweise als "Chinch" bezeichnet

SECAM:

Séquentiel couleur à mémoire, ein in der Überwachungstechnik praktisch nicht verwendeter Videostandard für Farbsignale, wird nur als TV-Standart in Frankreich und Osteuropa verwendet

AWB:

Auto-White-Ballance = Automatischer Weißabgleich, bedeutet: die kamerainterne Elektronik, misst die aktuelle Farbe des beobachteten Objekts und sorgt für eine „natürliche“ Farbe

AGC:

Automatic-Gain-Control = automatische Verstärkungsregelung, bedeutet: hält den schwankenden Helligkeitspegel der Videosignale auf einem möglichst konstantem Niveau

AES:

Auto-Electronic-Shutter = automatische Belichtungskontrolle, bedeutet: die Elektronik sorgt automatisch über eine elektronische Verschlußzeitkontrolle für eine optimale Ausleuchtung, möglichst ohne Überstrahlungen in den hellen Bereichen und möglichst ohne zu dunkle Bereiche

CCTV:

Closed-Circuit-TeleVision, bedeutet Videoübertragung für einen begrenzten Benutzerbereich, zum Beispiel eine verkabelte Videoüberwachungsanlage, eben keine Fernsehübertragung

CCD-Sensor:

Bildsensor nach dem Charge-coupled Prinzip, bestehen aus einer Matrix von Fotodioden (Pixel), das einfallende Licht überträgt seine Energie auf die elektronisch ausgewerteten Fotodioden, die Signalausgabe erfolgt seriell, Pixel für Pixel, Zeile für Zeile

CMOS-Sensor:

Bildsensor in CMOS-Technik (Metall-Oxid-Halbleiter) gefertigt, jedes Fotoelektrische Element hat einen eigenen Auswerteverstärker, geringerer Stromverbrauch als CCD-Sensoren, hohe Bildraten sind möglich, aber schlechtete Lichtempfindlichkeit als CCD-Sensoren

WDR:

Wide-Dynamic-Range = hohe Bilddynamik, bedeutet: das Bild wird elektronisch aufgewertet, sodaß es keine Überstrahlten hellen Bereiche und keine zu dunklen Bereiche gibt, in den Grenzen des technisch Machbaren,
kann unter anderem erreicht werden, indem mehrere aufeinander folgende Bilder verrechnet werden

HDR:

High-Dynamic-Range = siehe WDR, andere Bezeichnung für die gleiche Gruppe an elektronischen Möglichkeiten

SNR:

Signal-Noise-Ratio = Differenz zwischen maximalem Signal und maximalem Signal-Null-Pegel, umso größer der Dezibel-Wert (dB) umso hochwertiger ist die Elektronik, übliche Werte liegen zwischen 50-110dB

Backlight Compensation:

Gegenlichtkorrektur, bedeutet: oft scheint zum Beispiel durch ein Fenster Licht in den zu überwachenden Bereich, viel heller als der restliche zu überwachende Bereich, dies würde für zu dunkle Stellen Sorgen

Gamma Correction:

Gammakorrektur, bedeutet sinngemäß: Farb- und Helligkeitsanpassung des tatsächlichen Bildes an das menschliche Empfinden

CS-Mount-Objektive:

Objektive mit speziellem Gewindeanschluß für Überwachungskameras, mittlerweile Standart-Anschluß

IR-Cut:

Über eine kleine mechanische Vorrichtung vor dem Bildsensor, kann der bei Tag für korrekte Farbdarstellung benötigte Infrarot-Sperrfilter bei Dunkelheit bei Seite geschwenkt werden.

IR-Nachtsichttauglich:

so gekennzeichnet Kameras sind in der Lage, infrarotes Licht zu sehen, jede IR-Kamera kann natürlich IR-Licht sehen

Spektralempfindlichkeit:

Angabe in nm (Nanometer), bennet das Lichtfrequnzspektrum (Lichtfarbe), welche vom Kamerasensor erkannt wird
interessant für die Verwendung von IR-Scheinwerfern außerhalb des für den Menschen sichtbaren Lichts (unter 850nm)

DC-Objektive:

sind spezielle CS-Mount-Objektive mit von der Kamera gesteuertem Signal, zum Beispiel für die Blendensteuerung (damit nicht zu viel Licht auf den Bildsensor trifft)

DC-Vario-Zoom-Objektiv:

spezielles CS-Mount-Objektiv mit manueller Zoom-Funktion, der zu überwachende Bildbereich kann vom Benutzter den Bedürfnissen in weiten Grenzen angepasst werden, geht von starkem Weitwinkel (etwa 2mm) bis in den Tele-Bereich (etwa bis 50mm üblich)

Lux:

Lux ist eine Einheit der Beleuchtungsstärke. Übliche Werte bei Überwachungskameras sind 0,0 (IR-Kamera) - 0,5 Lux

PTZ-Kamerasteuerung:

eine Funktion von Langzeitrekordern und Steuerpulte um steuerbare Kameras (schwenken, neigen, drehen, zoomen) per einfacher Zweidrahttechnik bedienen zu können

Remotezugriff:

Bedienung zum Beispiel eines Langzeitrekorders über das Internet, Funktionen können gesteuert werden, Videos und Livebild können betrachtet werden

Smeareffekt:

bezeichnet einen Effekt, der bei digitalen Sensoren Auftritt, ein weißer Streifen zieht durchs Bild, ausgelöst von einem hellen Punkt im Bild

MPEG2:

Kompressionsalgorithmus für digitale Videosignale, veraltet, wird zum Beispiel auf Video-DVD's verwendet

MPEG4:

Kompressionsalgorithmus für digitale Audio/Videosignale, Nachfolger von MPEG2, wird genutzt von Systemen mit geringer Leistung und Bandbreite

ASF:

Advanced-Streaming-Format, von Microsoft entwickeltes Audio/Video-Containerformat, wird von einigen Minirekordern mit mp4-Codec verwendet, Dateiendung .asf

H.263:

Kompressionsalgorithmus für digitale Videosignale, ein Codec der Gruppe Mpeg4, überholt durch h264

H.264:

Kompressionsalgorithmus für digitale Videosignale, modernster in der Überwachungstechnik eingesetzter Codec, beste erreichbare Bildqualität bei moderaten Datenraten, erfordert allerdings starke Hardware zum Erstellen

VdS:

Verband der Sachversicherer

UVV:

Unfallverhütungsvorschriften, die Unfallversicherungsträger (in Deutschland die Berufsgenossenschaften) erlassen als autonomes Recht Unfallverhütungsvorschriften

Balun:

Zweidrahtübertrager, zum Übertragen von Videosignalen über Klingeldraht

 

Jean Neef
Gesellschafter/Geschäftsführer und
in die Handwerksrolle eingetragener Informationstechniker